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Wat dem einen sinn Ull (Eule) ist dem andern sinn Nachtigall!
Schillers zaghaftes Zitat kann man getrost auch anders formulieren: Was
der einen der Gipfel der Ekstase, ist dem andern die Suche nach der
Nadel im Heuhaufen. Gemeint ist der G-Punkt, jener sagenumwobene Ort
der maximalen weiblichen Lust, den die meisten Männer am liebsten
verwüschen würden, weil sie ihn nicht finden. Kleiner Trost am Rande:
Auch die wenigsten Frauen können ihn auf Anhieb ertasten, und dabei
befindet er sich doch im eigenen Körper. Um nun auf den Einsatz von
gynökologischen Instrumenten samt Taschenlampe zu verzichten, hier ein
kleiner Routenplaner.
Der G-Punkt befindet sich nur wenige Zentimeter hinter den Schamlippen
am Beginn des Muttermundes im Innern der Vagina. Was nur wenige wissen:
Dieser so genannte Punkt hat in Wirklichkeit die Ausmaße eines
ausgewachsenen Zwanzig-Cent-Stücks. Ein Blick in die Geldbörse kann bei
dieser Aussage so manches Kopfschütteln verursachen. So großund doch
kaum zu finden? Das Geheimnis liegt in der Beweglichkeit des G-Punkts.
Durch die außerordentliche Fläche an Reizimpulsen, die er bei Berürung
ausgesetzt ist, ziert er sich wie eine Jungfrau und bringt sich gerne
in Sicherheit. Wie eine Frau muss auch er überzeugt werden, dass
seine Impulse durchaus maßgeblich zum Wohlempfinden beitragen können.
Mythos zum G-Punkt in der Vagina
Zun ist aber noch einmal zurück zum Anfang. Der Mythos, dass sich der
G-Punkt konstant an der oberen Scheidenwand aufhört, gehört also der
Vergangenheit an. Auch die Sage, die sich immer noch hartnäkig hält,
dass er am besten durch den Verkehr von hinten zur Mitarbeit bewegt werden kann, geht in das Reich der Mythen. Wie
aber kann man ihn mit einer gewissen Sicherheit nun finden oder gar
stimulieren? Selbstverständlich haben es Frauen leichter, das sie
sofort sp¥n, wann sie die richtige Stelle erwischt haben. Doch auch
der Partner kann eine Technik benutzen, die es ihm ermöglicht, auf das
Begehren der Frau einzugehen.
Nach dem Eindringen des Penis halten beide inne und pressen ihre
Pomuskeln zusammen, ohne sich dabei zu bewegen. Dabei lauschen sie in
ihr Innerstes und können so oh ja, kein Scherz weitaus mehr
empfinden als in betriebsamer Ekstase. Nach kurzer Zeit beginnt er dann
mit sehr vorsichtigen und zarten Bewegungen, die er langsam aber stetig
steigert was Tempo und Hiebe betrifft. Der Sinn liegt darin, dass durch
die anfängliche Zurückhaltung der G-Punkt überzeugt wird, sich dem
Treiben anzuschließen. Er ist ja auch nur ein Mensch und will nicht
außen vor stehen. Ihm wird signalisiert, dass da etwas ganz Sanftes vor
sich geht und er gibt sich bereitwillig preis. Durch diese Art von
Handauflegen kann Sie bald in völlig neue Dimensionen des
Lustempfindens gehievt werden.
Geduld ist also gefragt bei der Suche nach dem ultimativen Kick. Wildes
Herumgestochere wird da nichts helfen. Doch wem sage ich das? Der
G-Punkt will verführt werden, überzeugt und motiviert, genau wie die
Partnerin dessen, der sich aufmacht, eines der letzten Rätsel der
Menschheit zu offenbaren. Und sei es nur für einige wenige,
berauschende Augenblicke der Sexualität
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